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Die Klasse 7c hat im Unterricht unter der Leitung von Frau Schröder die Lektüre ,,Ein Trümmersommer“ gelesen. In dem Buch geht es um eine Jugendbande, die sich in der Nachkriegszeit alleine durchschlagen muss. Als Abschluss der Unterrichtsreihe haben sich die Schüler mit dem Thema Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit beschäftigt und kamen so auf die Idee ihre Großeltern als Zeitzeugen zu einem gemeinsamen Frühstück in die Schule einzuladen.

Am 19.Juni 2009 war es dann soweit: Die Großeltern besuchten die 7c. Insgesamt hatten sich drei Omas und ein Opa bereit erklärt, den Schülern Rede und Antwort zu stehen.
Zunächst führten einige Schüler und Schülerinnen ein selbst geschriebenes Theaterstück zu ihrem Buch ,,Ein Trümmersommer“ auf, um in den Themenmorgen einzuführen. Danach begann das Frühstück und alle langten kräftig zu. Beim Essen konnten die Schüler an ihre Großeltern Fragen über ihre Erlebnisse im Weltkrieg stellen. Man konnte beobachten, dass sie während des Erzählens richtig aufblühten und so berichteten sie von den schweren Zeiten ihrer Flucht und ihrem bitterem Überleben im Alltag. Sie hatten nur wenig Essen ,denn Lebensmittel waren sehr teuer. Als Alternative für Spinat aßen sie Brennnesseln und als Ersatz für Kaffee rösteten sie gebräunte Eicheln.

 

Hier ist eine Tabelle in der die Preise vom Offiziellem Markt und dem Schwarzmarktpreis verglichen werden:

Ware

Offizieller Preis (RM)

(RM: Reichsmark)

Schwarzmarktpreis (RM)

1kg Fleisch

2,20

60-80

1kg Brot

0,37

20-30

1kg Kartoffeln

0,12

4

1kg Zucker

1,07

120-180

20 Zigaretten(US-Amerikanisch)

2,80

70-100

1L Speiseöl (1946)

2,50

150-180

1kg Butter

4,00

350-550

1kg Milchpulver

 

140-160

1L Schnaps

 

300

1Paar Schuhe (Leder)

 

500-800

1Kleid

 

250-1200

1Fahrrad

 

1500

 

Eine 93-jährige Frau berichtete sehr anschaulich von einer ihrer Hamsterfahrten, die sie als junges Mädchen erlebte. Dabei fahren meistens junge Frauen und Kinder mit einem Zug auf das Land und betteln bei Bauern um Essen. Die Fahrt war dabei meistens am schlimmsten, da die Bedingungen sehr schlecht waren. „Ich hatte Todesangst“, berichtete die Frau anschaulich. Während der Zugfahrt hatte sie höllische Angst, da sie unmittelbar an der Tür stand und der Zug so voll war, dass die Türen sich nicht mehr schließen konnten. Dann kam eine Brücke und ein Mann hielt sie fest. Doch zum Glück passierte ihr nichts.
Die Stunde war sehr lehrreich und interessant für die Schüler wie auch für die Großeltern, eine gelungene Abwechselung, die allen viel Spaß bereitete.

(Berenike B. & Hannah H. Klasse 8d)