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Weimar 

Unsere Deutschleistungskurse der Jahrgangsstufe 11 besuchten über ein Wochenende die Stadt Weimar in Thüringen. Das Ziel wurde aufgrund der deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ausgewählt, die im Unterricht behandelt wurden.

Am 1. März 2013 startete die Fahrt. Noch auf der Anreise wurde an der Wartburg in Eisenach Halt gemacht. Wir wurden durch die verschiedenen Räume geführt und lauschten den Geschichten der Burg und ihrer Personen wie die der heiliggesprochenen Elisabeth von Thüringen. Wir bekamen das riesige Gemälde "Der Sängerkrieg" von Moritz von Schwind zu sehen wie auch den geheimnisvollen Tintenfleck, der entstanden sein soll, als Martin Luther in seinem Arbeitszimmer mit einem Tintenfass nach dem Teufel warf.

Am späten Nachmittag konnten wir die Zimmer des Comfort Hotels in Weimar beziehen, worauf ein abendlicher Rundgang durch die Altstadt folgte. Unsere Gruppe verteilte sich in netten Restaurants und Bars, um dort den Abend zu verbringen.

Der nächste Morgen begann mit einemFrühstück vom Buffet des Hotels.

Das für den Tag vorgesehene Programm führte uns ins Zentrum der Stadt Weimar.

Unser erstes Ziel war das Weimar Haus. Das Weimar Haus ist ein Erlebnismuseum, welches die Geschichte Weimars erzählt. In verschiedenen Räumen, die unterschiedliche Szenarien mit Bildern und Wachsfiguren zeigen, konnten passende Geräuschkulissen und eingespielte Dialoge uns die frühere Zeit veranschaulichen.

Der darauffolgende Programmpunkt hieß: Stadtführung. In zwei großen Gruppen wurden wir durch die Stadt Weimar geführt, wobei wir viel über die Sehenswürdigkeiten erfuhren wie auch über Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Unser Reiseführer war ein freundlicher Mann, der uns mit Begeisterung wichtige Punkte Weimars näherbrachte.

Die Tour durch die Stadt startete am Deutschen Nationaltheater. Vor diesem, auf dem Theaterplatz, steht die bekannte Statue, die Goethe und Schiller zeigt. Goethe und Schiller waren sich zur damaligen Zeit in Weimar häufig begegnet und gelten als die wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik.

Darauf folgte die Jakobskirche, in der Goethe seine Christiane Vulpius nach 18 Jahren Bekanntschaft geheiratet haben soll. Die Heirat war nicht langfristig geplant, sondern eine Entscheidung Goethes, nachdem Christiane ihn vor eindringenden Franzosen hatte retten können.

Viele weitere Sehenswürdigkeiten folgten nach einem längeren Fußmarsch durch die Stadt Weimar, so auch eine weitere anschauliche Kirche namens Herderkirche, die sich zu dieser Zeit in Renovierung befand. Die Stadtführung endete an der Anna Amalia Bibliothek. DieBibliothek trägt den Namen ihrer größten Förderin und wurde im Jahre 1691 gegründet. Heute verfügt die Forschungsbibliothek über einen Bestand von knapp einer Million Bücher.

Nach der Stadtführung war ein Rundgang durch das Goethe Haus vorgesehen. Zuerst durchliefen wir das Museum, welches unter anderem ausgestellte Gemälde zeigte. Danach besichtigten wir die ehemaligen Wohnräume Goethes und den Garten. Über Kopfhörer bekamen wir Informationen zur Funktion und Gestaltung der Räume. Es war sehr interessant zu sehen, in welchem Stil die Häuser damals erbaut und eingerichtet waren. Eindrucksvoll war das kleine Archiv im Keller, welches viele verschiedene Bücher enthielt.

Am späten Nachmittag befanden wir uns wieder im Hotel, machten uns aber kurz darauf wieder auf dem Weg in die Stadt.

Der nächste Tag war der Abreisetag. Es wurde morgens gefrühstückt, gepackt und schon ging es wieder Richtung Mülheim, doch nicht auf direktem Wege, denn eines der spannendsten Denkmale wartete noch auf uns: die Gedenkstätte Buchenwald.

Dieses Konzentrationslager war eines der größten in Deutschland. 250.000 Menschen befanden sich in den Jahren von 1937 bis 1945 dort, von denen etwa ein Fünftel nicht überlebte. Wir bekamen den sogenannten SS-Bereich zu sehen, in dem sich Überreste eines alten Zoos befanden, das Außenlager, welches durch Stacheldraht- und Elektrozäune abgesperrt war, sowie das Häftlingskrankenhaus und die Verbrennungsöfen im Krematorium. Es herrschte unter uns eine sehr bedrückte Stimmung, dennoch hörten alle interessiert den Geschichten, die ein Begleiter uns erzählte, zu. Insgesamt war es ein bedeutendes Erlebnis, an der Gedenkstätte gewesen zu sein, auch wenn wir uns die damalige Zeit nicht vorstellen konnten.

Die darauffolgende Heimreise verlief optimal und am Abend erreichten wir die Stadt Mülheim. Die Kursfahrt war eine sehr schöne und interessante Erfahrung. Wir haben viel Neues gelernt und konnten uns ein eigenes Bild von der Stadt Weimar machen.