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Elternsprechtag
24.11.2017, ab 13:30 Uhr
DB Kollegium TdoT

Stadtbäume in Mülheim an der Ruhr als Klimabotschaftler

 

Sparkling Science ist ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, das seit 2007 einen  in Europa einzigartigen Weg der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung beschreitet.

Eine Schülergruppe der Otto-Pankok-Schule wird im nächsten Jahr im Biologie / Erdkunde Bereich an dem Projekt „Stadtbäume als Klimabotschaftler“ der Universität Salzburg teilnehmen.

Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, die Grüne Infrastruktur im Allgemeinen und Stadtbäume im Besonderen aufgrund ihrer Ökosystemleistungen als ein besonders wichtiges Element städtischer Klimaanpassungsstrategien zu verstehen.

 

Ziel des Projekts ist es, zu einem besseren Verständnis des Zusammenhangs zwischen dem Wachstum, der Phänologie und Ökosystemleistungen von Stadtbäumen beizutragen. Aus diesem Grund sammeln Schüler*innen aus verschiedenen mitteleuropäischen Städten und Gemeinden mit einer Web App Daten zur Phänologie (Blattaustrieb, Blühen, Fruchten, Laubverfärbung), die sie gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen vergleichend im Projektverbund auswerten. Hierbei stehen unseren Schüler*innen auch Mitarbeiter der Ruhr-Universität-Bochum unterstützend zur Seite. Die anschließende Datenanalyse veranschaulicht das Reaktionsmuster verschiedener Baumarten auf den Witterungsverlauf in einer Stadt und das Reaktionsmuster derselben Arten auf den Witterungsverlauf in verschiedenen Städten. Da Stadtbäume die Klimaregion der Stadt widerspiegeln, lernen Schüler*innen Klimaregionen anhand von Witterungsverläufen, Klima- und Phänologiedaten zu charakterisieren und die Wechselwirkungen zwischen Stadtklima und Stadtnatur zu verstehen. Zukunftsszenarien des Klimawandels werden durch jene Städte im Projektverbund charakterisiert, die bereits heute durch trockenere, heißere Sommer und durch häufigere Starkregenereignisse geprägt sind. Zusätzlich zu den phänologischen Beobachtungen erfolgen Messungen zur Blattfläche, Absenkung der Oberflächentemperatur durch den Baumschatten und kontinuierliche Mikroklimamessungen an Baumstandorten.
 
Ausgehend von den gemessenen Daten erstellen Schüler*innen nicht nur quantitative Bewertungen der klimatischen Regulationsleistungen dieser Stadtbäume, sondern setzen ihre Untersuchungsergebnisse und Projekterfahrungen künstlerisch um. Damit können sie aus ihrer Perspektive die Bedeutung von Stadtbäumen kreativ darstellen. Das Aufeinandertreffen verschiedener Perspektiven ermöglicht zudem eine wertvolle interkulturelle Lernerfahrung.
 
Wir freuen uns, als Schule an diesem Projekt mitwirken zu dürfen!
 
J. Hagemann und A. Rittgen
 
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