Pressespiegel

 

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 Mülheim an der Ruhr, 15. Juli 2011

 

Weiterführende Schulen in Mülheim sind NRW-weit Spitzenreiter beim Ausbau lokaler Cisco Akademien

 

Der Ausbau lokaler Cisco Akademien in Mülheim an der Ruhr geht weiter: Nun sind am Gymnasium Broich und dem Otto-Pankok Gymnasium lokale Cisco Akademien gegründet worden. Damit sind in Mülheim nun mit der zuvor gestarteten Realschule Broich (2009) und der Gustav-Heinemann Gesamtschule insgesamt vier Akademien in Betrieb. Die „Cisco Networking Academy“, so die offizielle Bezeichnung, ist eine weltweit existierende Online-Lern-Akademie und vermittelt Kenntnisse auf dem Gebiet der Netzwerktechnik. 

 

Mülheim ist damit auf dem Gebiet der allgemeinbildenden Schulen landesweit Vorreiter: Von den 76 Cisco Akademien in NRW (Stand Mai 2011) sind nur vier Akademien an allgemeinbildenden Schulen angesiedelt – alle befinden sich in der Stadt am Fluss. Die anderen Akademien sind an Hochschulen, Berufskollegs und privaten Bildungseinrichtungen angesiedelt. Bundesweit sind an rd. 90 allgemeinbildenden Schulen Cisco Akademien vertreten.

 

Am Gymnasium Broich hat sich Maren Meurer, am Otto-Pankok Gymnasium haben sich Tülay Skiba und Gerald Wandrey in rund 60 Stunden schulen lassen. Ab dem kommenden Schuljahr werden an beiden Schulen die Schüler nun die Scheine „IT Essentials“ und „IT-Tech“ erwerben können: „In diesen Kursen lernen die Schüler, insbesondere mit der Hardware und der Vernetzung von Computern umzugehen“, sagt Dr. Arnd Kenning, Koordinator des zdi-Zentrums „Zukunft durch Innovation.NRW“ bei der Wirtschaftsförderung Mülheim & Business GmbH und Leiter der lokalen Cisco Akademie des zdi-Zentrums. „Das kann der Schulunterricht sonst nicht leisten. Dort wird vor allem die Beherrschung der Software vermittelt.“ Gemeinsam mit Jörg Brodka, Leiter des Berufskollegs Stadtmitte und der übergeordneten regionalen Cisco Akademie, koordiniert und schult er die interessierten Lehrer: „Weltweit tätige Unternehmen und Organisationen brauchen Mitarbeiter, die die dafür notwendigen Netze entwerfen, installieren und administrieren“, sagt Jörg Brodka. „Die Cisco Networking Academy gibt Lehrern und Schülern die Möglichkeit, auf aktuellstem Stand der Netzwerktechnik Zukunftswissen zu erwerben. Und es ist für Schüler eine gute Vorbereitung auf das Studium, da sich die Schüler ihre Qualifikationen anrechnen lassen können.“

 

Die dritte Lehrerfortbildung führten die Dozenten wie gewohnt unentgeltlich durch. „Auch das Engagement der Kolleginnen und Kollegen, die sich intensiv in ihrer Freizeit mit den geforderten Inhalten auseinanderzusetzen, ist nicht selbstverständlich“, betont Jörg Brodka. Im kommenden Schuljahr werden Dr. Arnd Kenning und Jörg Brodka mit Unterstützung des zdi-Zentrums die Schulungen aufgrund vermehrter Anfragen auch außerhalb Mülheims an weiterführenden Schulen anbieten. „Dies zeigt, dass der Bedarf und das Interesse vorhanden sind“, sagt Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH. „Und es ist ein weiterer Baustein, um dem drohenden Fachkräftemangel auf dem Gebiet der Informatik und Technik frühzeitig entgegenzuwirken.“

 

Hintergrund „Cisco Networking Academy“

 

Die Schülerinnen und Schüler erhalten ihr Unterrichtsmaterial im Internet und haben die Möglichkeit, das weltweit anerkannte Cisco-Zertifikat zu erlangen. Da die Kurse berufsorientiert ausgerichtet sind, werden alle Kurse von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit bezuschusst. Cisco stellt zudem die online zugänglichen Lernmaterialien dem zdi-Zentrum kostenlos zur Verfügung und verzichtet auch auf die Prüfungsgebühren. So soll sichergestellt werden, dass sich möglichst viele Schüler an den Kursen beteiligen können. Die Firma Cisco stellt Netzwerkkomponenten her, die zur Datenverteilung in Firmennetzwerken und im Internet benötigt werden. Ziel der weltweiten Cisco Bildungsinitiative ist es, die Qualifizierung der IT-Fachkräfte zu forcieren. Zurzeit haben sich 165 Länder mit über einer Million Teilnehmern dieser Initiative angeschlossen. In Deutschland wurden bislang 493 Akademien gegründet, bundesweit haben rund 72.000 Schülerinnen und Schüler sich mit Netzwerktechnologien vertraut gemacht. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein Public-Private-Partnership-Modell zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft.

 

(NRZ 16.07., WAZ 18.07.)