Aktuelle Projekte

StadtRaum 2

Von September bis Dezember 2013 wurde mit einem Kunstkurs der Jahrgangsstufe 12 von Herrn Hepp in Zusammenarbeit mit dem Künstler Lubo Laco das Projekt "Stadtraum" durchgeführt.

Mit den Mitteln der Fotografie, Zeichnung, Installation, Aktion…  wurde das Thema StadtRaum aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet sowie in fantasievollen Bildszenen und  Aktionen umgesetzt. 

 

Projekt-Planung:

Der öffentliche Stadtraum ist das Gesicht einer Stadt und das Spiegelbild ihrer Bürger. Attraktive, gut gestaltete öffentliche Freiräume, wie auch ihre Funktionalität, Aufenthaltsqualität, Ästhetik, und Sinnlichkeit machen die Stadtraumqualität aus.

Die Orte an denen das öffentliche Leben eine besondere Bedeutung hat, sollten mit unterschiedlichen künstlerischen  Mitteln unter die Lupe genommen werden.

Raum der Begegnung und Austausches * Aktivraum *  Raum der Ruhe * Raum zum Flanieren * Raum für Kinder * Historischer Raum * Raum zum Verweilen * Raum des Geschäftes * Raum der Kunst * Raum des Konsums * Raum der Mobilität *…

Die Orte sollten in ihrer Beschaffenheit  fotografisch wie auch zeichnerisch erfasst und im zweiten Schritt  die realen Räume z. B. im Photoshop fantasievoll bearbeitet, verändert, neu gestaltet werden. (neue Raumsimulation)

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Menschen, ihr Handeln und Verhalten im Stadtraum gerichtet werden. Ein Stadtbild besteht aus vielen Gesichtern, die ihm zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder eine andere Stimmung an verleihen.   

Attraktive, gut gestaltete öffentliche Freiräume leisten einen wichtigen Beitrag zur städtischen Lebensqualität. Wir wollten durch unseren künstlerischen Beitrag die anderen anregen, aufmuntern, anfeuern, aber auch provozieren, irritieren – sodass möglichst viele aus ihrer Komfortzone herauskommen und sich für unsere Stadt engagieren.  

StadtRaum_1.jpg
 

Projekt-Bericht

Zuerst haben wir das Thema mit dem gesamten Kurs beleuchtet, nachdem wir im Vorfeld die Fotografie als Medium und ihre verschiedenen Aufnahmetechniken besprochen hatten. Danach wurde der Kurs in vier Kleingruppen aufgeteilt, die sich folgende Stadträume ausgesucht haben:

  1. Gruppe: alte Eisenbahnbrücke
  2. Gruppe: Synagogenplatz
  3. Gruppe: Bahnhof/Bahnhofsbereich
  4. Gruppe : Altstadt/FriedenstreppeDaraufhin stellte jede Gruppe die "Ist-Situation" der ausgewählten Räume fotografisch dar. Anhand der erstellten Bilder überlegte jede Gruppe, wie man die vorhandene Raumsituation verändern und aufwerten könnte. 

Die Ideen sollten in den vorhandenen Bildern durch 3D-Animationen umgesetzt werden. Zum Glück fand sich Jan Buchholz, ein Schüler des Kurses, der sich mit der entsprechenden Technik der Bildbearbeitung sehr gut auskennt und somit die Ideen umsetzen konnte.
So entstand bei der ersten Gruppe, die sich mit dem Raum "alte Eisenbahnbrücke" beschäftigte ein Aussichtsturm in Form eines DNA-Strangs. Die zweite Gruppe gestaltete über dem Hajek-Brunnen einen Verbindungsgang, der das Medienhaus, die alte Post, das angrenzende Wohnhaus und die Tiefgarage miteinander verbindet. 
Die dritte Gruppe modernisierte den Bahnsteig mit im Boden installierten beleuchteten Pfeilen. Die vierte Gruppe entwarf einen Glaswürfel, der auf dem Kirchenhügel als Ausstellungsfläche für Kunstprojekte dienen soll. Parallel dazu erstellte jede Gruppe Modelle.
Ein Schüler der ersten Gruppe erstellte aus Ton die alte Eisenbahnbrücke, die er dann durch Bäume und Tiere belebte, sodass die Menschen dazwischen hergehen können. 
Zwei weitere Schüler der ersten Gruppe modernisierten die Brücke mit einem in der Mitte stehenden Aussichtsturm, an dessen Spitze ein Restaurant entstehen soll, und zwei gläsernen, versilberten Türmen an dem jeweiligen Ende der Brücke.
Das Modell der zweiten Gruppe stellt den oben erwähnten Verbindungsgang dar. 
Bei dem Modell der dritten Gruppe wurde über dem mit beleuchteten Pfeilen ausgestatteten Bahnsteig ein Glasdach aus Pappe gebaut.
Die vierte Gruppe gestaltete mit Hilfe von Pappe, Kleister, Draht und Farbe ein Modell der Friedenstreppe und der ungenutzten angrenzenden Freifläche. Die Friedenstreppe soll verspiegelt und die Freifläche sowie die angrenzende Wand verschönert werden. 

Die angefertigten Arbeiten wurden am 24. Januar in der Wertstadt, Löhberg 35, unter Anwesenheit der Presse ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert.

Text: Carmen Winnesberg,  Foto: R. Garbe-Müller