Physik

Bad Honnef – Eine spannende Reise in die Welt der Quanten 

 

Bad Honnef_2011

Vom 21. – bis zum 25. Oktober 2011 fand in Bad Honnef ein Seminar zur Quantenphysik statt, an dem eine kleine Gruppe von unserer Schule teilnehmen durfte.

 

 

Die Gruppe, bestehend aus den 5 Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 Jöran Wiechert, Leander Stuckmann, Fabian Stuckmann, Philip Czapski und Janis Schnell, begleitet vom Physiklehrer Markus Frilling, kam Freitagabend, den 21. Oktober 2011, im Physikzentrum im Ortsteil Rhöndorf in Bad Honnef an und besetzte ihre Zimmer im 1906 erbauten Gebäude. Später wurde es dann von Prof. Dr. Markus Arndt von der Universität Wien und Prof. Dr. Rainer Müller von der Universität Braunschweig über das Programm aufgeklärt und die Frage gestellt, warum uns Quantenphysik überhaupt interessieren sollte, was grob ihre Besonderheiten sind und sie von der normalen, klassischen Physik unterscheidet. Außer uns kamen auch noch Schüler aus Neuruppin in Brandenburg an und wohnten den Vorträgen bei.

Am darauffolgenden Tag wurden die Vorträge fortgesetzt. Natürlich nach dem Frühstück, welches mit allen anderen Teilnehmern eingenommen wurde, welche hauptsächlich Physiker und Physiklehrer waren. Die folgenden Vorträge waren ziemlich happig zu verstehen, weil einfach Grundwissen fehlte. Aber je mehr Vorträge es gab, desto mehr setzte sich, ähnlich einem Mosaik, ein immer klareres Bild zusammen, was die Quantenphysik überhaupt ist. Es folgten drei Tage Vorträge, in denen wohl auch die Teilnehmer, die teilweise schon viel über Quantenphysik wussten, neues erfuhren, da einfach von vielen unterschiedlichen Universitäten Deutschlands Wissenschaftler gekommen waren, um ihre Arbeit vorzustellen. Sogar Wissenschaftler aus Amerika, Sussex, Südengland und Österreich teilten ihr Wissen mit uns.

Vom unheimlich breiten Spektrum der Quantenphysik wurden unter andere makroskopische Systeme, Doppelspaltexperimente, Higgs-Bosonen, dem Quantenvakuum, Quantencomputer, die Relevanz der Quantenphysik für die Biologie behandelt und ein Zukunftsausblick gegeben, was man in der Zukunft mit dieser erreichen könnte. Im einzigen öffentlichen Vortrag wurde darüber diskutiert, wie viel leistungsfähiger ein Computer wäre, der mit Quanten arbeiten könnte. Auch wurde darüber diskutiert, wie man Schülern Quantenphysik beibringen könnte. Hier war das Interesse sehr groß, da ja auch viele Lehrer gekommen waren.

Immer wieder wurde gesagt, dass es noch viele Geheimnisse zu erforschen gebe und die Phänomene, die man sehe, einfach so merkwürdig seien, dass man noch keine Erklärung für sie habe. Außerdem kommen immer wieder neue Erkenntnisse auf über das Verhalten dieser kleinsten Teilchen. Nach den Vorträgen entfalteten sich immer wieder Frage und Antwort Runden, die oft in langen Diskussionen quer durch den Saal ausarteten. Auch daran kann man sehen, dass es noch vieles zu erforschen gibt. Außerhalb der Vorträge gab es beispielsweise beim Mittagessen immer die Möglichkeit sich mit den Teilnehmen und Personen, welche die Vorträge hielten, zu unterhalten und unklare Sachen nachzufragen.  Abends unterhielten wir uns immer am längsten mit ihnen, teilweise auch bis in die Nacht herein. Dabei herrschte Interesse von beiden Seiten, denn man interessierte sich auch über unser Leben als Schüler.

Außerdem gab es noch einen gemeinsamen Ausflug zum sogenannten Drachenfels. Dies war eine sehr schöne Abwechslung, da die Aussicht dort einfach fantastisch ist. Natürlich hat sich ein Teil von uns auf dem Rückweg verlaufen und fand erst Stunden später zurück.

Insgesamt kann man sagen, dass es wirklich eine tolle Fortbildung war. Alle verabschiedeten sich nach den fünf Tagen etwas traurig. Eine Wiederholung einer solchen Reise wäre sehr schön, denn alle nahmen von der Reise sehr viel mit. Auch wenn es ein anspruchsvolles Thema ist, konnte man viel verstehen und die Leute waren immer hilfsbereit. Es war nie langweilig und es hat uns allen viel Spaß gemacht.

 

Autor: Philip Czapski