Schulen im Team

 

Übergänge gemeinsam gestalten

Netzwerke bilden  -  das ist die Idee und die Aufforderung im Projekt „Schulen im Team –  Übergänge gemeinsam gestalten.“ Wenn Schulen in lokalen Netzwerken zusammen arbeiten, um von-  und miteinander zu lernen und gemeinsam Unterrichtsentwicklung zu gestalten, lernen Schüler mehr. Wenn die Netzwerke vom jeweiligen Schulträger begleitet und in der kommunalen Bildungslandschaft verankert werden, steht das Modell auf einem tragfähigen Fundament. Im Rahmen von „Schulen im Team“, einem auf zwei Jahre angelegten Schulentwicklungs-projekt der Stiftung Mercator und des Instituts für Schulentwicklungsforschung in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen arbeiten landesweit Teams aus den Grund- und weiterführenden Schulen in 24 Netzwerken aus 131 Schulen schulformübergreifend gemeinsam an der Gestaltung gelingender Übergänge. Dabei stehen der Schüler und die Schülerin und deren optimale Kompetenzenförderung im Zentrum der Überlegungen.

Mülheim an der Ruhr hat sich mit sieben weiteren Kommunen in NRW zum Ziel gesetzt, die sozial gerechtere Gestaltung von Schule zu einem zentralen Entwicklungsgegenstand zu machen. Dabei spielt der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule eine entscheidende Rolle, markiert er doch einen Wendepunkt in jeder Schülerbiographie. Am gelingenden Übergang arbeitet die Otto-Pankok-Schule in Kooperation mit den Grundschulen GGS Filchnerstr., GGS Trooststr., Martin-von-Tours-Schule, Schildbergschule, GGS Oemberg und den Realschulen RS Mellinghoferstr. und RS Stadtmitte zusammen. Dabei haben sich die Schulen konkrete Ziele gesetzt. Erste Teilerfolge der Kooperation sind bereits sichtbar: So fand ein gemeinsamer Lehrersprechtag für den Informationsaustausch zwischen den LehrerInnen der Grund- und weiterführenden Schulen statt. Desweiteren kann der Schulformübergang im Unterrichtsfach Englisch mittels einer kürzlich im Team erarbeiteten Übergangssequenz nun fließender erfolgen und eventuelle Schwankungen in den mitgebrachten Englischkenntnissen ausgleichen. Darüberhinaus arbeitet das Team an der Verankerung eines schulformübergreifenden gemeinsamen Methodencurriculums, damit die weiterführenden Schulen nahtlos an die grundlegende Arbeit der Grundschulen anschließen und die Schülerinnen und Schüler ihre in der Grundschule erworbenen Methodenkompetenzen weiterhin zielfördernd und selbstbewusst einsetzen können.

Dabei gewinnen alle Beteiligten: Die Schulen als lernende Organisationen und die Schüler als lernende Persönlichkeiten, deren individuelle Kompetenzen es seitens der Schulen zu fördern und einzufordern gilt.