Unterrichtsprojekte
20.11.2017, ab 15:00 Uhr
Elternsprechtag
24.11.2017, ab 13:30 Uhr
DB Kollegium TdoT

 

FOTO_3Bericht über den Besuch des Schüler-Labors der Uni Bochum durch

den Leistungskurs 12 Biologie am 7.6.2011 von Frau Garbe-Müller

Thema: „Auf den Spuren unserer Vorfahren“

Dauer: 9.00– 16.00 Uhr

Für die Untersuchung  der Verwandtschaft auf der Ebene von Volksstämmen wird nicht die DNA des Zellkerns benutzt, da sie durch die sexuelle Reproduktion  zu starken und schnellen  Veränderungen unterworfen ist, sondern die Erbsubstanz, die sich in den Mitochondrien befindet. Sie verändert sich langsamer und da sie nur über die Eizelle, also die mütterliche Linie, weitergegeben wird, erfolgt keine Durchmischung der Gene.

 

FOTO_4Jeder Teilnehmer erhielt zu Beginn ein steriles Wattestäbchen, mit dem er sich selbst Mundschleimhautzellen entnahm.Daraus wurde die DNA extrahiert und die Zellen und Proteine durch Hitze zerstört. In einem speziellen Heizgerät, dem Thermocycler,  wurden dann bestimmte Abschnitte  der  mitochondrialen DNA  vervielfältigt, mit Restriktionsenzymen geschnitten und durch eine Gelelektrophorese aufgetrennt. Durch  Anfärbung wurde das Ergebnis sichtbar gemacht, unter UV-Licht fotografiert und zum Mitnehmen ausgedruckt. Anhand des Banden-Musters konnte man erkennen, ob die eigenen Vorfahren  Afrika auf dem nördlichen Weg über Israel verlassen haben oder südlich über den Seeweg, das Horn von Afrika. Wie bei den meisten Europäern zeigte sich bei uns das typische N-Muster für die  nördliche Route. Die südliche Route führte die Menschen meist Richtung Indien. Allerdings hatten nicht alle ein schönes Ergebnis, da sich bei den vielen Verfahrensschritten auch viele Möglichkeiten boten Fehler zu machen, dann waren leider keine Banden mit eigener DNA zu erkennen.

Als Zusammenfassung der Exkursion fertigten die Schüler  eine Mind map an, zwei  gelungene Beispiele sind nachfolgend beigefügt.

FOTO_1 FOTO_2

(R. Garbe-Müller)