Am Mittwoch, den 19. Februar 2025, fand an der Otto-Pankok-Schule die Juniorwahl zur Bundestagswahl statt. Die Fachschaft Sozialwissenschaften und der Zusatzkurs Sozialwissenschaften unter der Leitung von Herrn Blümmel organisierten die Wahl mit großem Engagement. Wahlberechtigt waren die Jahrgänge 8, 9 und 10 – insgesamt 296 Schülerinnen und Schüler. Mit 255 abgegebenen Stimmen erreichte die Wahl eine beeindruckende Beteiligung von 86,15 %.
Besonders auffällig war die spürbare Neugier und Aufregung vieler Schülerinnen und Schüler. Für viele war es das erste Mal, dass sie eine Wahl in einer realitätsnahen Umgebung erlebten. Die anschließende Evaluation in den Klassen zeigte deutlich: Die Juniorwahl hat das politische Bewusstsein gestärkt. Zahlreiche Teilnehmende gaben an, sich im Vorfeld intensiver mit Parteien und Programmen auseinandergesetzt zu haben. Ihnen wurde bewusst, welche Verantwortung mit einer Wahlentscheidung verbunden ist. Zudem äußerten viele, nun besser zu verstehen, was sie bei einer Bundestagswahl erwartet, und dass sie durch die Erfahrung eine positivere Einstellung zur Wahl und demokratischen Mitbestimmung gewonnen haben.
Auch die Wahlergebnisse an der Otto-Pankok-Schule zeigen spannende Tendenzen:
Bei den Erststimmen lag Sebastian Fiedler (SPD) mit 33,3 % vorn, gefolgt von Andreas Johren (Die Linke) mit 26,1 % und Björn Maue (Bündnis 90/Die Grünen) mit 18,1 %.
In der Zweitstimmenauszählung erhielt Die Linke mit 34,9 % die meisten Stimmen, während die SPD 18,9 % und Bündnis 90/Die Grünen 15,7 % erreichten. Die CDU kam auf 12,9 %, während die übrigen Parteien unter der 10-Prozent-Marke blieben.
Vergleicht man diese Zahlen mit dem bundesweiten Gesamtergebnis der Juniorwahl, fällt auf, dass auch dort Die Linke mit 25,3 % vorne lag. Die weiteren Parteien erzielten ähnliche Werte, lediglich die AfD schnitt mit 2,4 % an der Otto-Pankok-Schule deutlich schwächer ab als im Bundesdurchschnitt.
Die hohe Wahlbeteiligung sowie die bewusste Auseinandersetzung mit politischen Themen zeigen, wie wichtig es ist, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, demokratische Prozesse praxisnah zu erleben. Die Juniorwahl 2025 war weit mehr als ein schulisches Projekt – sie bot den Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Erfahrung und stärkte ihr Verständnis für politische Mitbestimmung.
(Von Felix Blümmel)
Hier noch die Wahlergebnisse im Überblick: